Geschlechtsreife

Jugendliche mit Down-Syndrom zeigen eine ihrem Alter entsprechende Entwicklung der Geschlechtsreife. Bei Jungen erreichen Hoden- und Penisgröße normale Werte. Kryptorchismus kommt häufig vor und sollte wegen des Risikos einer malignen Degeneration im Erwachsenenalter frühzeitig korrigiert werden.
Bei den Mädchen folgt die Entwicklung sekundärer Geschlechtsmerkmale dem regulären Muster. Die Periode ist regelmäßig. Die Menopause tritt frühzeitig ein. Die Fruchtbarkeit ist bei den Frauen reduziert. Es wurden nur wenige Schwangerschaften festgestellt, nach denen sowohl Babys mit und ohne Down-Syndrom geboren wurden. Aus den dokumentierten Fällen wird jedoch deutlich, dass die Mutterschaft einer Frau mit Down-Syndrom ein für alle sehr belastendes Ereignis darstellt. Frühzeitige Aufklärung und angemessene Verhütungsmaßnahmen scheinen deshalb angezeigt.
Männer mit Down-Syndrom sind fast immer unfruchtbar (es wurde nur ein möglicher Fall einer Vaterschaft bekannt).
Da Menschen mit Down-Syndrom immer häufiger in der Gemeinschaft integriert werden, sollten Jugendliche auf ein sexuell aktives Leben vorbereitet werden. Es ist die Aufgabe von Eltern, Erzieher, Psychologen und Ärzten, junge Leute mit Down-Syndrom über die Möglichkeiten, die das Leben bietet, sowie die damit verbundenen Risiken aufzuklären. Regelmäßige Besuche beim Frauenarzt werden, wie bei anderen Frauen, empfohlen.